Amazon rutscht in Verlustzone

Der US-Onlinehändler Amazon hat im dritten Quartal einen Verlust von 274 Millionen US-Dollar eingefahren. Das geht aus den Geschäftszahlen hervor, die das Unternehmen am Donnerstag veröffentlicht hat.  Im Vorjahresquartal hatte Amazon noch einen Gewinn von 63 Millionen US-Dollar vermelden können. Der Umsatz dagegen stieg gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf nun 13,8 Milliarden US-Dollar.

Grund für das Abrutschen in die Verlustzone ist laut der Mitteilung eine Abschreibung auf die Beteiligung an dem Coupon-Spezialisten Living Social.

Darüber hinaus verkauft Amazon mit dem Kindle Fire HD eine neue Tablet-Generation, von der einige Geräte bereits in Europa erhältlich sind. Nach Aussage von Amazon-Chef Bezos verkauft sein Unternehmen diese Geräte praktisch zum Herstellungspreis, um das Geld dann mit dem Verkauf von Inhalten zu verdienen.

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Amazon UK verkauft mehr eBooks als Printbooks

Nachdem der Internethändler Amazon schon letztes Jahr in den USA mehr eBooks als ihre gedruckten Konterparts verkauft hat, hat es der Handelsriese dieses Jahr auch in UK geschafft über das Lesegerät Kindle mehr eBooks zu verkaufen als im “normalen” Shop gedruckte Bücher verkauft wurden. Der Kauf eines Kindle führte demnach zu vier mal so vielen Buchverkäufen (eBooks) als vorher.

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Die Kindle-Offensive

Amazon plant offenbar mit einer ganzen Reihe von neuen Kindles Vertriebskanäle für digitale Inhalte zu eröffnen, z.B. mit einem Kindle Fire mit 10 Zoll Monitor, das natürlich sowohl dem Videokonsum, als auch dem Gaming entgegen kommt.

Im Artikel auf t3n.de wird anschaulich der Mechanismus beschrieben, den Apple vorgemacht hat, nämlich ein geschlossenes Ökosystem aus Hardware, Software und Content zu erschaffen: “Amazon wie auch Microsoft und Google haben zudem erkannt, dass sich das Apple-Modell mit einem eigenen Ökosystem und eigener Hardware auszahlt. Anstatt aber Umsatz mit der Hardware zu machen, wird diese zu einem attraktiven Preis veräußert. Die eigentlichen Einnahmen werden über den Verkauf von digitalen Produkten erzielt.”

Amazon bietet Games an

ImageUnter dem Titel “Games Connect” startet der Online-Händler sein Angebot an free2play Games zum Download und rückt immer mehr in Richtung eines allmedia Anbieters wie Google Play, allerdings vorerst nur in den USA. Mit “Games Connect” wird z.B. Cloudgaming-Anbieter Steam angegriffen. Zum Repertoire gehören auch bekannte Browsergames wie Drakensang Online, Battlestar Galactica oder Runescape. Über seinen Amazon-Account kann der Spieler dann auch sog. in-Game purchases vornehmen.

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Amazon Cloud Musikdienst kommt!

Branchenriese Amazon hat sich mit den 4 großen Plattenfirmen geeinigt und bietet nun seinen cloudbasierten Musikdienst an, vorerst in den USA, Europa soll folgen. In dem Modell ist vorgesehen, dass man Musikdateien bei Amazon erwirbt und diese automatisch in der Cloud gespeichert werden. Zusätzlich kann man seine vorher erworbenen Musiktitel ebenfalls in die Cloud laden. Im Ergebnis kann man mobil über alle Geräte (z.B. Amazons Kindle Fire) auf seine Dateien zugreifen.

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Apple vs. Amazon

Apple wirft dem US-Justizministerium vor, im Kartellrechststreit auf dem eBook-Markt einseitig die Partei von Amazon zu ergreifen. Stein des Anstoßes ist Apple’s “Agency-Modell”, das Apple am Umsatz beteiligt und den Verlagen die Preisgestaltung überlässt. Amazon hingegen kauft zu Großhandelspreisen ein und getsaltet selber die Preise.

Im Kampf um den eBook-Markt stehen sich zwei Onlinehandelsriesen gegenüber, die sich nicht nur im Bereich Medien, sondern auch auf dem Gebiet der Endgeräte (iPad vs. Kindle Fire) bekämpfen.

“Put simply, Apple is in the business of selling content to help sell devices whereas Amazon is in the business of selling devices to help sell content,” Mark Mulligan (Music Industry Blog).

Mehr zum aktuellen Streit und der Argumentationslinie von Apple gibts bei Heise.

Amazon: Gerüchte um eigenes Kindle-Smartphone

Amazon plant Gerüchten zufolge den Verkauf eines eigenen Smartphones.

Bereits das erste Tablet des Internetversandhändlers Amazon verkauft sich in den USA wie warme Semmeln – jedes zweite Android-Tablet in den Staaten ist ein Kindle Fire. Allerdings kommt es nur auf einen Marktanteil von 4 Prozent bei allen Tablets und liegt somit weit hinter Apples iPad. Die hohe Nachfrage und die bisher zwei Millionen verkauften Geräte zeigen aber, dass Amazon mit seinem günstigen Gerät trifft.

eBooks: US-Justizministerium klagt gegen Apple

Apple und fünf große Verlage sind in den USA in den Verdacht geraten, durch Preisabsprachen überhöhte Preise für eBooks im iTunes-Store durchgesetzt zu haben und die Kunden um mehrere Millionen US-Dollar “betrogen” zu haben. Gleichzeitig wurde der Preiswettbewerb von Amazon eingeschränkt. Der Online-Verkaufsriese hatte mit aggressivem Preiskampf versucht in den ePublishing-Markt vorzustoßen.

In Deutschland gibt es eine Buchpreisbindung, die den Preiswettbewerb verhindert, aber gesetzlich legitimiert ist (Anm. der Red.).

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